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“Anspruchsverzinsung” für Steuerschulden
Euro und Rechnungslegung
Euro und Steuererklärungen
Euro im Gesellschaftsrecht
Aus für den Euroscheck zum Jahresende
Besteuerung von Investmentfonds in Österreich

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15. September 2001 - “Anspruchsverzinsung”:

Das Finanzamt verlangt für allfällige Nachzahlungen aus der Jahresveranlagung Zinsen in der Höhe von derzeit 6,25 Prozent.
Der Stichtag für den Beginn dieser Verzinsung ist für die Veranlagung 2000 der 1. Oktober 2001, ab der nächsten Jahresveranlagung (2001) wurde als Stichtag der 1. Juli des jeweiligen Folgejahres (1. Juli 2002) festgesetzt. Die Gesamtdauer der Verzinsung ist mit maximal 42 Monaten begrenzt, dies hat insbesonders für spätere Steuerprüfungen Relevanz.
Entsteht ein Guthaben aus der Veranlagung, so wird dieses ebenfalls mit 6,25% verzinst.
Allerdings sind die Zinsen aus einem Steuerguthaben voll steuerpflichtig, die Nachforderungs- zinsen sind hingegen steuerlich NICHT absetzbar (keine Betriebsausgaben).
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10. September 2001 - Euro und Rechnungslegung:

Ab 1. Oktober 2001 bis mindestens 28. Februar 2002 sind Unternehmen verpflichtet, alle Geldbeträge in Rechnungen an Verbraucher in Schilling und Euro anzugeben - dies betrifft sowohl das eigentliche Entgelt als auch die Umsatzsteuer !
Ausgenommen davon sind Kleinstbetragsrechnungen und Registrierkassenbons, bei denen grundsätzlich nur die Summe doppelt auszuweisen ist.
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1. September 2001 - Euro und Steuererklärungen:

Steuererklärungen für die Veranlagungsjahre 1999 bis 2001 können noch wahlweise in Schilling oder Euro gelegt werden - sogar dann, wenn sie erst nach dem 31. Dezember 2001 eingereicht werden. Dieses Wahlrecht ist auch unabhängig davon, ob Ihr Rechnungswesen noch in Schilling oder schon in Euro geführt wird. Auch die Entrichtung der Steuern in Schilling oder Euro ist kein Kriterium.
Für sämtliche Veranlagungszeiträume bzw. auch Stichtage nach dem 31. Dezember 2001 dürfen Steuererklärungen nur mehr in Euro abgegeben werden.
Steuerbescheide werden bis Ende 2001 noch in Schilling erstellt, danach werden sämtliche Beträge in Eurowerten angegeben sein.
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1. August 2001 - Euro im Gesellschaftsrecht:

Das gesetzliche Mindeststammkapital einer GmbH beträgt seit dem 1. Jänner 1999 nur mehr EUR 35.000,- (öS 481.610,50 anstatt wie davor öS 500.000,-), unabhängig davon, ob die Gründung in Euro oder Schilling erfolgte. Die Mindestbareinzahlung beträgt seit dem 1. Jänner 1999 nur mehr EUR 17.500,- (entspricht öS 240.805,25 statt wie bis 31. Dezember 1998 öS 250.000,-).
Obwohl es keine rechtliche Verpflichtung zur Umstellung des Stammkapitals auf Euro gibt, ergibt sich der Zwang zur Umstellung insofern, als eine Kapitalerhöhung oder Herabsetzung, die ab 1.1.2002 ins Firmenbuch eingetragen werden soll nur dann eingetragen wird, wenn gleichzeitig die Anpassung des Gesellschaftsvertrages inkl. Stammkapital an die neue (Euro-) Rechtslage durchgeführt wird.
Neu ist auch, daß nunmehr je EUR 10,- Stammkapital eine Stimme bedeuten (vorher       öS 100,-). Diese Tatsache könnte in Ges.m.b.H`s mit mehreren Gesellschaftern theoretisch eine Stimmrechtsverschiebung bedeuten ! Abhilfe:

  • Aufnehmen einer Bestimmung im Gesellschaftsvertrag, daß alte Verhältnisse erhalten bleiben.
      (einfacher Mehrheitsbeschluß der Gesellschafter)
  • Erhöhen des Stammkapitals auf runde Euro-Werte, und zwar so, daß die Verschiebungen
      wieder aufgehoben werden (3/4 Mehrheit oder höherer Mehrheit gemäß
      Gesellschaftsvertrag)
  • Belassen der geänderten Verhältnisse der Stammeinlage (Zustimmung ALLER
      Gesellschafter nötig)

Quelle: Auszug aus "Der Wirtschaftstreuhänder 4/2001 - Seite 23ff
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1. Juli 2001 - Aus für den Euroscheck zum Jahresende:

Am 31. Dezember 2001 endet die allseits bekannte Garantie für die Einlösung von Euroschecks, einige Länder haben sich bereits jetzt dazu entschieden, Euroschecks nur mehr ohne Garantie zu akzeptieren - die Schecks sind nur mehr normale Inhaberschecks ohne jegliche Einlösegarantie. Wenn Sie einen solchen Scheck entgegennehmen, für den dann in der Folge keine Deckung besteht, retourniert ihn die Bank ohne Einlösung, daher passen Sie bitte künftig auf, von wem Sie Schecks akzeptieren.
Am 31. Dezember verlieren dann auch die Euroscheckkarten ihre Gültigkeit. Statt dessen wird es künftig nur mehr Bankomatkarten geben.
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1. Juni 2001 - Besteuerung von Investmentfonds in Österreich:

Ein Investmentfonds gilt als inländischer Investmentfonds, wenn die Kapitalanlage- gesellschaft ihren Sitz in Österreich hat. Bei den Einkünften dieser Fonds wird unterschieden zwischen

  1. Zinsen, Dividenden, Erträge: Diese sind um die Kosten zu reduzieren und dann der Einkommenssteuer zu unterziehen
  2. Substanzgewinne: Diese sind der Spekulationsertragssteuer zu unterziehen, sonst aber steuerfrei. Eine Spekulationsertragssteuer fällt nur dann an, wenn der Gewinn auch tatsächlich realisiert wird (z.B. Verkauf des Fonds)

Anders bei den ausländischen Fonds, die in einem österreichischen Depot liegen (und in Österreich zugelassen sind). Hier gilt folgendes:

  1. Zinsen, Dividenden, Erträge: Diese sind wie oben um die Kosten zu reduzieren und dann der Einkommenssteuer zu unterziehen
  2. Substanzgewinne: Hier gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich die Erklärung beim Finanzamt (mit der Schwierigkeit, daß man von den ausländischen Fonds meist keine detaillierten Zahlen bekommt, um dies tun zu können) ...
    ... oder in weiterer Folge die sogenannte “Sicherungssteuer”, die der Finanzminister einhebt, wenn man ersteres nicht gemacht hat. Diese Steuer beläuft sich auf 2,5% vom Depotwert (!!), ganz egal, ob man Gewinne oder Verluste gemacht hat !

Lösung: Wenn schon ausländische Investmentfonds, dann auch mit einer Depotbank im Ausland, denn die obengenannte Sicherungssteuer ist auf jene Papiere beschränkt, die in Österreich liegen. Selbstverständlich sind Sie auch für im Ausland liegende Papiere einkommenssteuerpflichtig. Wenn nicht andere Gründe eine Meldung unmöglich machen, empfiehlt es sich also auf jeden Fall, eine Bestätigung über die erfolgte Meldung beim Finanzamt einzuholen (Finanzamts-Eingangsstempel !). In diesem Fall - wenn der Fondsinhaber seinem depotführenden Kreditinstitut damit den Nachweis erbringt, daß er die ausländischen Anteile in seine Einkommenssteuererklärung aufgenommen hat - unterbleibt die Sicherungsbesteuerung.
Für weitere Informationen stehen wir auch gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung, kontaktieren Sie uns per E-Mail.
Beachten Sie dazu bitte auch unsere aktuellen Angebote in der Rubrik “Fonds” !
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